Erfinder in der Region Stuttgart

Baden-Württemberg und die Region Stuttgart nehmen schon seit vielen Jahren eine deutsche wie internationale Spitzenposition bei Erfindungen und Patenmeldungen an. Viele namhafte Unternehmen sind aus den Erfindungen und Produktideen der Tüftler und Erfinder aus dem Ländle heraus entstanden. Neben den Automobil-Erfindern Gottlieb Daimler (1834-1900) und Wilhelm Maybach (1846-1929) ist hier natürlich Robert Bosch (1861-1942) zu nennen, der zusammen mit seinem Ingenieur Gottlob Honold (1876-1923) 1902 die Zündkerze erfunden hat. Bosch hatte 1886 in Stuttgart eine „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ eröffnet. In den folgenden Jahren entwickelte er verschiedene Ansätze für Magnetzünder weiter. Gottlob Honold war als erster Ingenieur an allen technischen Neuerungen in den Jahren 1901 bis 1923 des Werks von Robert Bosch beteiligt, z.B. entwickelte er einen Scheinwerfer mit reflektierenden Metallspiegeln sowie die als „Bosch-Horn” bekannten Hupe.

Die erste handgeführten elektrischen Bohrmaschine wurde 1895 von Emil Fein erfunden und durch die von seinem Vater Wilhelm Emil Fein gegründete Firma entwickelt. Zwei Jahre später erfand er auch die elektrische Tischbohrmaschine. Auch der Vater Wilhelm Emil Fein war ein erfolgreicher Erfinder, er erfand 1857 den elektrischen Feueralarm, 1879 ein Telefon mit Hufeisenmagnet und 1885 das erste tragbare Telefon für das Militär. Die C. & E. FEIN GmbH hat heute Ihren Sitz in Schwäbisch Gmünd und beschäftigt rund 840 Mitarbeiter.

Als schwäbische Edison wird Albert Hirth (1885 – 1935) bezeichnet. Er brachte es in seinem Leben auf über 350 Patente und Erfindungen. Zu seinen Erfindungen zählen die Hirth-Verzahnung (eine spezielle Verzahnungsform zur Verbindung von Wellen die noch heute im Maschinen- und Motorenbau Verwendung findet), der „Hirth Minimeter“ (ein Feinmessgerät, mit dessen Hilfe Kugellagerschleifspindeln auf hundertstel Millimeter genau gefertigt werden konnten), aber auch der Vierfarbstift, eine Papieraufspannmethode für Reißbretter, verstellbarer Zeichenwinkel, eine Vorrichtung zum Schneiden von Nudelteig, ein Apparat zum Abwickeln von Wollsträngen, eine Zahnradfräsmaschine oder ein Spritzgusshalbaustomaten. Zur Umsetzung seiner Erfindungen gründete er mehrere Unternehmen in Stuttgart und arbeitet auch mit Robert Bosch zusammen.

Im Jahr 1926 erfand Andreas Stihl (1986-1973) die erste Elektrokettensäge der Welt, nachdem er kurz zuvor in Stuttgart die A. Stihl Maschinenfabrik gegründet hatte. Drei Jahre später entwickelte er die erste benzinbetriebene Kettensäge. Er leitete die Firma bis zu seinem Tod, seine Kinder Eva und Hans-Peter Stihl übernahmen dann die Firmenleitung. Die A. Stihl Maschinenfabrik, bildete die Grundlage für den STIHL Konzern, der heute mit Firmensitz in Waiblingen über 11.00 Mitarbeiter weltweit beschäftigt. Als Vorsitzender des Beirats der STIHL Holding AG & Co. KG engagiert sich Hans-Peter Stihl nun auch im Inventio-Kuratorium.

Daneben hat die Region Stuttgart viele weitere Erfinderpersönlichkeiten hervorgebracht, zu nennen sind hier u.a. Louis Leitz *(Aktenordner), *Balthasar Stefan Birkel (Nudeln in Verkaufskartons), Richard Hirschmann („Bananenstecker“), Alfred und Clara Ritter (quadratische „Sportschokolade“), Paul Schlack (Perlon) und Dr. Walter Eisbein (Develop Bürokopierer). Auch heute entwickeln kreative Köpfe und Tüftler in der Region und in Baden-Württemberg spannende Erfindungen mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, wovon u.a auch der Artur Fischer Erfinderpreis zeugt.

 

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