Was für Personalverantwortliche jetzt wichtig ist



Bild: AdobeStocK, Jakub Jirsa

08.07.2020

Beschäftigung in Zeiten der Corona-Krise

DUALE AUSBILDUNG – CHANCEN FÜR UNTERNEHMEN

Die duale Ausbildung bleibt Erfolgsmodell und Rückgrat der Wirtschaft. In der Zeit vor dem Ausbildungsstart im September werden die Weichen gestellt. Schüler planen ihre berufliche Zukunft, und die Unternehmen besetzen ihre freien Ausbildungsplätze. Dieses Jahr ist vieles anders. Doch Unternehmen stehen weiterhin im Ausbildungswettbewerb um ihre Fachkräfte von morgen.

Der Arbeitgeber-Service der Agenturen für Arbeit in der Region Stuttgart hilft Unternehmen, Auszubildende zu finden. Er berät zu Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten, ob Einstiegsqualifizierung, Ausbildungsbegleitende Hilfen, Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen oder Berufsausbildung in Teilzeit, und zeigt eine Vielzahl von Wegen auf, Azubis zu gewinnen.
Zu den Unternehmens-Webseiten der Agentur für Arbeit Göppingen, Agentur für Arbeit Ludwigsburg, Agentur für Arbeit Stuttgart und Agentur für Arbeit Waiblingen.

Das Finden von geeigneten Bewerbern für offene Ausbildungsplätze erleichtert die Bewerbervermittlung „Azubi gesucht?“ der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart. Unternehmer mit Migrationshintergrund unterstützt die KAUSA-Servicestelle der IHK beim Einstieg in die duale Ausbildung und bei der Durchführung sowie bei der Ausbildung von Migranten. Ihre offenen Lehrstellen können Unternehmen in der Lehrstellenbörse der IHK veröffentlichen und aktualisieren. Virtuelle Last-Minute-Azubi-Speed-Datings finden im Juli in der ganzen Region Stuttgart statt. Unternehmen können hier kurzfristig freie Ausbildungsplätze besetzen. Antworten zu häufigen Fragen finden Unternehmen auch in der FAQ-Liste: Ausbildung während der Coronakrise der IHK.

Was können Handwerksunternehmen tun, um Jugendliche von sich und der dualen Ausbildung zu begeistern? Wie können Jugendliche angesprochen werden? Diese Fragen werden im Webinar Azubi-Spezial: Azubigewinnung von A bis Z – auch während der Krise am 23. Juli 2020 der Handwerkskammer Region Stuttgart angesprochen. Dies ist Teil einer Serie von Online-Seminaren der HWK zum Thema Mitarbeitergewinnung in Krisenzeiten.

Unternehmen, die noch dringend eine/e Auszubildende/n in einem metallverarbeitenden Beruf suchen, können sich bei einer Online-Veranstaltung am 14. Juli über das Projekt THAMM informieren: „Faire Gewinnung von Fachkräften und Auszubildenden aus Marokko“ der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Kooperation mit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit.
Zur WRS-Webseite mit dem Terminhinweis ZAV-Online-Veranstaltung.

Berufliche Kompetenzen zu Digitalisierung und Wirtschaft 4.0 werden auch bei der dualen Berufsausbildung immer wichtiger. Kleine und mittlere Unternehmen des verarbeitenden, produzierenden Gewerbes erhalten Unterstützung mit der Kontakt- und Beratungsstelle des Projekts DigiStart.PRO im Zentrum für Digitalisierung Landkreis Böblingen ZD.BB. DigiStart.PRO informiert auch über Verbundausbildungen, Ausbildungsmarketing und organisiert Workshops zur Geschäftsmodellentwicklung.
Zur ZD.BB-Website Digistart.PRO – Ausbilden für Wirtschaft 4.0.

Das Förderprogramm „Azubi im Verbund – Ausbildung teilen“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg wurde im März 2020 angepasst. Aktuell erhalten kurzarbeitende Betriebe eine Förderung bereits ab einem Zeitraum für die Verbundausbildung von vier Wochen (vorher mindestens 20 Wochen).
Zur Förderprogramm-Webseite Azubi im Verbund – Ausbildung teilen des Ministeriums.

Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF ausbildende kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten. Das Bundeskabinett hat die Eckpunkte am 24. Juni 2020 verabschiedet. Zu den Maßnahmen gehören Ausbildungsprämien, wenn die Ausbildungsleistung aufrechterhalten oder sogar erhöht wird, Förderungen von Ausbildungsaktivitäten trotz erheblichen Arbeitsausfalls, Förderungen von Auftrags- und Verbundausbildung sowie Übernahmeprämien, wenn Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen KMU übernommen werden. Für die Förderung kommen KMU in Betracht, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen durchführen.
Zur BMBF-Webseite Ausbildungsplätze sichern – Das sollten KMU jetzt wissen.

Über das Maßnahmenpaket, die Rahmenbedingungen und die Beantragung spricht Staatssekretärin Gebers im Podcast Aus- und Weiterbildung während der Corona-Krise der Initiative Neue Qualität der Arbeit des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Generell bestehen für Betriebe starke finanzielle Anreize, ihren Fachkräftebedarf durch eigene Ausbildungsaktivitäten zu decken. Dies ergab eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung BIBB – dargestellt in der Reihe BIBB Report, Ausgabe 1/2020: „Ausbildung in Deutschland – eine Investition gegen den Fachkräftemangel”. Die BIBB-Kosten-Nutzen-Ergebung bezieht sich auf das Ausbildungsjahr 2017/18. Ein Schluss ist: Die Einarbeitung neuer Fachkräfte ist für rekrutierende Betriebe kostspielig. Diese Kosten fallen weg, wenn Betriebe ihre Auszubildenden übernehmen. Immerhin rund zwei Drittel der Bruttokosten einer Ausbildung werden durch die produktiven Leistungen der Auszubildenden selbst gedeckt.
Zur BIBB-Webseite mit Download-Möglichkeit des BIBB Reports 1/2020.

FÜR SICHERHEIT UND GESUNDHEIT BEI DER ARBEIT SORGEN

Immer mehr Unternehmen nehmen wieder ihre Tätigkeit auf. Das Hochfahren der Wirtschaft kann nur durch einen besonderen Arbeitsschutz erfolgreich verlaufen.

Arbeitgeber tragen die Verantwortung dafür, dass Infektionsschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Welche die technischen, organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen sind, listet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hier auf: Merkblatt SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard (PDF-Download).  

Welche neuen Regelungen und Verordnungen der Landesregierung gelten seit Montag, 11. Mai 2020? Einen Überblick über die aktuellen infektionsschützenden Maßnahmen bietet die Webseite Corona-Pandemie: Informationen für Unternehmen und Beschäftigte des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

Betriebsrat, Arbeitgeber und Beschäftigte sind gleichermaßen in der Pflicht. Was müssen Menschen beachten, die nicht im Homeoffice arbeiten können, sondern ihre Arbeit vor Ort im Betrieb erledigen? Was müssen Arbeitgeber tun? Was muss der Betriebsrat wissen? Wie funktioniert Arbeitsschutz in Betrieben ohne Betriebsrat? Antworten liefert die Webseite Corona: Maßnahmen zum Arbeitsschutz im Betrieb. Was Betriebsrat, Arbeitgeber und Beschäftigte jetzt tun müssen und können des DGB. Eine Handlungshilfe bietet ebenfalls die Webseite Corona-Prävention: Beschäftigte im Betrieb schützen der IG Metall. 

Viele Unternehmen traf die Pandemie unvorbereitet. Wie Betriebe sich auf solche Extremsituationen vorbereiten, erfahren Verantwortliche in der Broschüre 10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung (PDF-Download). Herausgeber ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV.

REMOTE RECRUITMENT: PERSONAL GEWINNEN ÜBER DIGITALE KANÄLE

Digitale Kanäle sind jetzt elementar, um Personal zu gewinnen. Hier kommt es besonders auf das Employer Branding an.

Über die Vorteile der Online-Rekrutierung, Online-Stellenbörsen, Active Recruiting, Online-Bewerbungen und die Bedeutung der eigenen Präsentation auf der Unternehmens-Website informiert die Webseite Online-Rekrutierung des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung für kleine und mittlere Unternehmen KOFA.

Welche Alternativen gibt es zu persönlichen Bewerbungsgesprächen und worauf sollten Unternehmen beim Einstellungsinterview auf Distanz achten? Das erklären Experten der Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Ulm. Zum Artikel Recruiting in der Krise: Alternativen zum persönlichen Vorstellungsgespräch auf haufe.de/personal.

Bei der Suche nach akademischen Nachwuchkräften unterstützt die digitale Jobwall der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart Unternehmen in der Region Stuttgart.

DIGITALE BILDUNGSANGEBOTE NUTZEN

Aktuelles Krisenmanagement einerseits, Blick nach vorn andererseits: Durch die Nutzung von digitalen Aus- und Weiterbildungsangeboten können sich Unternehmen für die Herausforderungen stärken.

Eine Auswahl von Kursen rund um die Themen Transformation, Industrie 4.0, Nutzung des Internets, Programmierung und zum Lernen im digitalen Zeitalter ist in der Broschüre Digitales Lernen. Kostenfreie und kostengünstige Angebote (PDF-Download) der AgenturQ zusammengestellt.

Über aktuelle Regelungen und Möglichkeiten der Weiterbildung, geförderte Qualifizierungs- und Arbeitsmarktprojekte, Seminare, Trainings und Workshops, externe Mitarbeiterberatung, Qualifizierungsverbünde, Servicestellen und Netzwerkangebote informiert der Newsletter Perspektive PERSONAL (PDF-Download) der BBQ Bildung und Berufliche Qualifizierung des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft.

Zum Thema "Lernen und Weiterbildung im Arbeitsalltag" bietet die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart mit der aktuellen Ausgabe des Magazins "Talente" hilfreiche Erkenntnisse, Expertenwissen und lohnenswerte Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis. Zum Artikel Lernen und betriebliche Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung

Auf dem Portal für berufliche Weiterbildung des Landes Baden-Württemberg finden Unternehmen aktuelle Fortbildungsangebote und Fördermöglichkeiten. Zum Portal: www.fortbildung-bw.de

Umfassende Informationen zur Weiterbildung von Mitarbeitern mit hilfreichen Checklisten, aktuellen Handlungsempfehlungen und Selbsttests finden Personalverantwortliche auf der Website vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung.

Kostenfreie internationale Online-Kurse für Arbeitskräfte in der Automotive- und E-Mobility-Industrie verzeichnet die Website-Plattform www.skills4automotive.eu.

Von neuen Erkenntnissen über digitale Weiterbildung der Beschäftigten im Homeoffice können nun Personalverantwortliche aus der Metall- und Elektroindustrie mithilfe einer aktuell laufenden Umfrage der AgenturQ und der Universität Konstanz für ihre Arbeit profitieren.

EINFACH AB INS HOMEOFFICE? WIE UNTERNEHMEN VIRTUELLE TEAMS STEUERN

Flexible Arbeitsformen bewähren sich insbesondere in diesen Zeiten der Corona-Krise. Manche Unternehmen verfügen bereits über viel Erfahrung mit mobilem Arbeiten. Dazu gehört auch das Homeoffice. Andere Unternehmen befinden sich noch am Anfang der Transformation zu Modern Workplaces. Zusammenarbeiten über Distanzen, moderne IT-Tools wie Videokonferenzen oder virtuelle Arbeitsräume nutzen, die Unternehmens-IT-Infrastruktur auf verstärkte Netzwerk-Zugriffe von Remote-Workern einstellen, all das erfordert gute Vorbereitung und Planung.

Doch auch arbeitsrechtlich gilt es einiges zu bedenken, zu besprechen und gegebenenfalls mit dem Betriebsrat abzustimmen. Was gilt bei Versicherungen, Arbeitszeiten, Pausenregelungen? Erfüllt ein kleines Notebook am Küchentisch überhaupt die Vorschriften für Bildschirmarbeitsplätze in Unternehmen? Gibt es ein Anrecht auf Homeoffice?

Das Fraunhofer IAO (Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation) hat Handlungsempfehlungen für Personalverantwortliche, wie der Umstieg aufs Homeoffice auch ohne langen Vorlauf gelingen kann:
Home Office in Zeiten des Corona-Virus – 12 Tipps für die kurzfristige Umsetzung

Die IHK Region Stuttgart zeigt auf ihrer Webseite „Flexibles und mobiles Arbeiten“ Argumente, Möglichkeiten und Grenzen des mobilen Arbeitens für Unternehmen auf. Dazu Tipps für die betriebliche Praxis und hilfreiche Informationen.

Die Handwerkskammer Region Stuttgart stellt einige kostenfreie Tools vor, die die interne Zusammenarbeit und die Kundenkommunikation erleichtern:
Home-Office: Mit diesen Tools bleiben Sie in Kontakt

Der Mediendienst Redaktionsnetzwerk Deutschland hat Experten gefragt, was wichtig ist:
Wegen Corona ins Home Office: Sieben Tipps für die Praxis

AUSLÄNDISCHE MITARBEITER REKRUTIEREN UND BESCHÄFTIGEN

Der Welcome Service Region Stuttgart und das Welcome Center beraten Unternehmen und internationale Fachkräfte weiterhin telefonisch und per E-Mail. Im Fokus stehen aktuelle Fragen rund um die Rekrutierung und Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter. 

Neu sind regelmäßige, mehrsprachige Video-Sprechstunden zu den Themen Einreise, Aufenthalt, Arbeit und Integration. Das Team des Welcome Service informiert über die Möglichkeiten und Einschränkungen in der aktuellen Situation, vermittelt an die zuständigen Stellen und klärt den Zugang zu den Behörden. 

Die Termine und Kontaktdaten finden Sie auf der Welcome-Webseite der Region Stuttgart.

MEHR ZU SCHUTZSCHIRM, ARBEITSRECHT, KURZARBEIT, AUSBILDUNG

Einen Schutzschirm für die Wirtschaft durch Soforthilfen für kleine Unternehmen, unbegrenzte Liquiditätshilfen für Unternehmen, einen Wirtschaftsstabilisierungsfonds mit Staatsgarantien für Unternehmen, Steuerstundung sowie flexibles Kurarbeitergeld hat die Bundesregierung bereitgestellt. Allgemeine Informationen zu den Sofortmaßnahmen und zur konkreten Unterstützung von Betrieben finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi):
Auswirkungen des Coronavirus: Informationen und Unterstützung für Unternehmen

Informationen zum Sozialschutz, zur Grundsicherung, zum Kurzarbeitergeld, zur Entschädigung, zum Arbeitsschutz und zum Sozialdienstleistergesetz bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) auf seiner Schwerpunkt-Website Coronavirus: arbeitsrechtliche Informationen.

Auf die häufigsten Fragen zu Entgeltfortzahlung, Kurzarbeitergeld, Rechte und Pflichten bei der Arbeit, Auswirkungen auf die Arbeit der Betriebsräte sowie Arbeitnehmerüberlassung liefert die BMAS-Webseite Antworten zu Arbeitsrecht und Arbeitsschutz.

Wie Unternehmen Kurzarbeitergeld online anzeigen und beantragen, welche Voraussetzungen bestehen und welche die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum Kurzarbeitergeld sind, darüber informiert der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit auf seiner Webseite Kurzarbeitergeld.

Von Bankverbindung bis Berufsschulzeiten für Azubis: Das Arbeitgebermagazin Faktor A der Bundesagentur für Arbeit gibt Tipps, wie Unternehmen Fehler beim Kurzarbeitergeld vermeiden, und sagt, welche Neuerungen es ab Juni gibt. Zum Online-Artikel Kurzarbeitergeld: die 10 häufigsten Fehler

Die IHK Region Stuttgart bietet auf ihrer Website umfassende Informationen an, unter anderem zu Beschäftigten und Ausbildung:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Wie gehe ich mit meinen Beschäftigten um?
Auszubildende: Wie geht die Ausbildung weiter?

 

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